Gartentipps Monat Mai

Da wir uns nun öfter in unserer Laube aufhalten, sollten wir das Dach nochmals auf seine Dichte prüfen. Beim Ausbessern darf das Dach nur mit flachen Schuhen betreten werden. Die Ersatzstücke der Dachpappe sind reichlich unterzuschieben, aufzukleben und gut zu nageln. Anschließend teert man am besten das ganze Dach. Zu den vorstehenden Arbeiten ist trockenes und nicht zu warmes Wetter erforderlich.

Beim Aufstellen der Behälter zum Auffangen von Regenwasser muß auch die Regenrinne und ihr Abfluß überprüft werden.

Die ersten schönen Maitage sind zum Streichen der Lauben und Zäune zu nutzen. Der Anstrich soll nicht nur zum besseren Aussehen beitragen, sondern auch das Holz gegen Fäulnis schützen.

In allen Teilen des Gartens macht sich jetzt schon das Unkraut breit. Es muß rechtzeitig bekämpft werden. Es beeinträchtigt nicht nur den guten Anblick, sondern entzieht dem Boden und somit unseren Pflanzen Nährstoffe.

Schon in den ersten Maitagen gehört die Bodenpflege mit zu den wichtigsten Gartenarbeiten. An erster Stelle steht das Hacken.

Jetzt müssen wir dafür sorgen, das es unseren Pflanzen nie an Wasser fehlt. Als Anhalt gilt, bei jedem Gießen auf 1 m² 8 Liter bis 10 Liter Wasser zu verteilen.

Gießen und Spritzen sind zwei ganz verschiedene Kulturmaßnahmen, die man nicht verwechseln darf. Das Gießen soll den Pflanzen die Möglichkeit geben, die Nährstoffe aus dem Boden zu nehmen und den Wasserbedarf zu decken. Das Spritzen kommt in der Regel nur bei heißem Wetter in Frage. Dabei werden nur die oberirdischen Pflanzenteile naß gemacht.

Da kaltes Leitungswasser keiner Pflanze dienlich ist, muß man stets für angewärmtes sorgen. Es genügt, wenn das Gießwasser annähernd die Temperatur der Luft angenommen hat.

Die Nistkästen unserer Gartenvögel sind laufend zu überwachen, damit die Brut nicht gefährdet wird. Der größte Feind sind die Katzen.

Vogeltränken sind des öfteren mit frischem Wasser zu versehen.Noch fehlende sind aufzustellen. Als Behelf legt man auf das Behälterwasser ein möglichst breites starkes Brett. Die Umgebung der Tränken muß für die Vögel übersichtlich sein, damit sich Katzen nicht unbemerkt anschleichen können.

Mit dem Beginn warmen Wetters machen sich auch die Maulwurfs - grillen unangenehm bemerkbar. Die Bekämpfung ist durch das Vernichten der Nistplätze mit Brut am wirksamsten. Die Maulwurfsgrillen haben ihre Gänge dicht unter der Erdoberfläche. Sobald man Gänge feststellt, spürt man ihnen mit den Fingern nach. Auf diese Weise findet man auch die etwas tiefer liegenden Nistplätze, die ausgehoben und vernichtet werden.

Maulwürfe gehören nicht zu den Schädlingen. Im Garten können sie jedoch sehr lästig werden, abgesehen von den unschönen Maulwurfshügeln ist bei starkem Auftreten auch mit Schäden an den Pflanzen zu rechnen. Durch die zahlreichen Gänge können Pflanzen gelockert werden, so das sie eingehen.

Wer unter Wühlmäusen leidet, darf nichts unversucht lassen, um die gefährlichen Pflanzenschädiger zu vernichten. Am sichersten fängt man sie mit sorgfältig aufgestellten Fallen. Vor allem darf man die Fallen nicht mit der bloßen Hand anfassen, also immer Gummi - handschuhe tragen. Auch beim auslegen von Möhren sind immer Gummihandschuhe zu tragen. Gaspatronen sind nur wirksam, wenn man damit schlagartig alle Gänge behandelt. Wenn diese Maßnahme einige Male wiederholt wird, erzielt man zumindest, das sich die Wühlmäuse aus dem vergasten Gebiet verziehen.

Beim Decken und Lüften der mit Gurke besetzten Frühbeete ist das Wetter ausschlaggebend. Gelüftet wird nur bei sonnigem Wetter. Die Lufthölzer (Lattenstücke 20 x 6 x 4 cm) sind so unter die Fenster zu stellen, das der Wind die Pflanzen nicht treffen kann. Gedeckt wird das Frühbeet jeden Abend. Früh sind die Decken zu entfernen, sobald es hell geworden ist, damit den Gurken kein Tageslicht verloren geht. Schatten erhalten die mit Gurken besetzten Frühbeete nicht.

Ab Anfang Mai kann man ein kaltes Frühbeet mit Gurken bepflanzen. Dazu kommen nur Topfballenpflanzen in Frage, die außer den Keimblättern mindestens ein normales Blatt haben. Das Frühbeet wird wie normales Freiland vorbereitet. Außer den Pflanzen ist Deckmaterial unbedingt erforderlich, das die Temperaturunterschiede zwischenTag und Nacht abfängt.

Von Frühbeetgurken sind gute Erträge nur zu erzielen, wenn man ihrem Wasser - und Nährstoffbedarf gerecht wird. Das schnelle Austrocknen der Erde verhindert man am besten durch Bodendeckung mit halbverrottetem Stallmist oder feuchtem Torf. Diese Stoffe hält man ständig feucht, damit immer feuchte Luft im Frühbeet herrscht. Gedüngt wird, sobald die Gurken durch schnelles Wachstum zeigen, das sie gut eingewurzelt sind.

Die im Frühbeet gepflanzten Gurken müssen zweimal entspitzt werden. Das erste Entspitzen erfolgt, sobald sich das 5. Blatt vollständig entwickelt hat. Die danach erscheinenden Seitentriebe entspitzt man nach Entfaltung des 3. oder 4. Blattes. Dazu ist ein scharfes Messer erforderlich, mit dem man den Triebteil in der Mitte zwischen 2 Blättern durchschneidet.

Die Freilandaussaat der Gurken ist in der ersten Maihälfte möglich, sofern sich der Boden schon erwärmt hat. In kaltem Boden verfaulen die Samen und keimen nicht. Das sollte man vor allem in höheren Lagen und bei schweren Böden beachten. In solchen Fällen ist es besser, noch etwas zu warten.

Gurkensamen sollte man vor der Aussaat verlesen, damit nur voll - keimfähige Körner in die Erde kommen. Flache Gurkensamen keimen nur schwach. Die daraus hevorgehende Pflanzen kümmern und gehen meist ein. Gut ausgereifter Gurkensamen ist 6 bis 8 Jahre keimfähig, wenn er trocken und kühl gelagert wurde.

Beim Gurkenanbau im Freiland sind gut vorbereitete Beete der halbe Erfolg (siehe April unter: Gurken verlangen einen warmen...). Ein Normalbeet (1,20 m) erhält nur eine Reihe Gurken. Man sät sie am besten auf flache Dämme. Zu ihrer Anlage hebt man einen etwa 50 cm breiten Streifen auf der Mitte des Beetes ungefähr einen halben Spatenstich tief aus. Der dadurch entstehende flache Graben wird mit frischem Pferdemist gefüllt und die ausgehobene Erde wieder darauf gegeben, das ein flacher Damm entsteht. Durch die Düngerunterlage wird die Erde, in der später die Gurkenwurzeln stehen, sehr gut durchlüftet. Das trägt zum gesunden Wuchs der Gurken wesentlich bei, weil ihre Wurzeln sehr sauerstoffhungrig sind. Die Erde wird auch durch die Mistschicht wesentlich wärmer, weil diese zwischen der oberen warmen Erde und der darunter liegenden kalten isoliert.

Die Aussaat der Gurken kann in fortlaufender Reihe (gedibbelt) oder horstweise erfolgen. Die horstweise Aussaat ist der Reihensaat vorzuziehen, weil man bei ihr mit Schutzhauben arbeiten kann. Die Horste werden mit 30 bis 35 cm Abstand angelegt. Auf jeden Horst bringt man 5 bis 6 Samen ganz flach in die Erde (etwa 1 cm). Beim dibbeln beträgt der Abstand zwischen den einzelnen Körnern 5 bis 6 cm. Anschließend so gegossen werden, das die Samen mit der sie umgebenen Erde eine gute Verbindung erhalten. Dazu ist unbedingt vorgewärmtes Wasser erforderlich.

Für den allgemeinen Anbau sind die mittellangen Gurkensorten am geeignetsten. Bei den mittellangen Gurken kann man, günstiges Wetter vorausgesetzt, in etwa 2 Monaten mit der ersten schnittfertigen Früchte rechnen.

Bei horstweisem Auslegen der Gurkensamen sollte man die Aussaat - stellen sofort mit Pflanzenschutzhauben überdecken. Dadurch wird nicht nur jeder Sonnenstrahl zum Erwärmen der Erde ausgenutzt, sondern auch die Ausstrahlung der Bodenwärme in der Nacht verhindert. Die Bodentemperatur bleibt dann gleichmäßiger, was zum schnellen Keimen der Samen wesentlich beiträgt. Nach dem Erscheinen der Sämlinge auftretende Nachtfröste bleiben durch die Hauben ohne schädliche Wirkung. Anstelle der Hauben kann man auch mit dachartig zusammen gestellten Glasscheiben die vorgenannten Wirkungen erzielen. Hauben und Scheiben bleiben bis Ende Mai auf den Gurken.

Wenn sich nach dem Aufgehen der Saat das 1. normale Blatt entwickeln will, werden die Gurken verzogen. Bei Dibbelsaat läßt man je laufenden Meter nur 4 bis 5 Pflanzen stehen und je Horst 1 bis 2 Stück. In erster Linie sind die schwachen zu entfernen. Fehlstellen können durch die überflüßigen Pflanzen ausgeglichen werden. Beim herausnehmen muß man aber die Wurzeln schonen, damit das Einwachsen nicht in Frage gestellt wird. Zur Sicherheit überdeckt man die frisch gepflanzten Sämlinge nach dem Angießen sofort mit einem nicht zu kleinen Blumentopf, bis sie eingewachsen sind.

In höheren Lagen und rauhen Gegenden sät man die fürs Freiland bestimmten Gurken vorteilhaft in kleine Töpfe aus. Das ist aber nur dann möglich, wenn ein Frühbeet zur Verfügung steht oder am hellen Küchenfenster genügend Platz für die Töpfe vorhanden ist. In 7 cm Töpfen legt man mit Torf angereicherte Komposterde 3 Samenkörner aus. Die Erde ist ständig feucht zu halten, darf aber nicht naß sein. Wenn man in den ersten Maitagen aussät, verfügt man Ende Mai über brauchbare Gurkenpflanzen.

In der zweiten Maihälfte kommt man mit Gurkenpflanzen schneller zum Ziel als mit der Aussaat. Wenn man keine Gelegenheit hat, die Pflanzen selbst heranzuziehen, sollten nur Pflanzen mit Topfballen gekauft werden. Gute Erfolge zeigen aber nur solche, die gesund und wüchsig sind, was an der sattgrünen Blattfarbe erkennbar ist. Außer den Keimblättern sollten sie ein ausgewachsenes Blatt haben. Die Töpfe müssen gut durchwurzelt sein, damit der Erdballen beim Austopfen erhalten bleibt. Von einwandfreien Pflanzen genügen je laufender Meter etwa 3 Pflanzen, was ein Abstand von 30 bis 35 cm entspricht. In den ersten 2 Wochen ist es angebracht, die Pflanzen mit Schutzhauben zu versehen.

Da die ausgesäten und auch die gepflanzten Gurken in der ersten Zeit ihren Platz nicht benötigen, bepflanzt man beide Beetseiten mit Salat und Kohlrabi. Auf jede Seite pflanzt man je eine Reihe. Auf die Außenreihen kommt 10 cm von der Beetkante entfernt Kohlrabi. Auf der inneren pflanzt man den Salat mit 25 cm Abstand von der Kohlrabireihe, weil er schneller fertig wird. So bleibt ein Streifen von 50 cm für die Gurken frei. Es genügt zu ihrer Entwicklung, bis das Gemüse geerntet ist. Auf der Reihe erhalten beide Arten einen Abstand von 20 bis 22 cm. Den Salat und den Kohlrabi kann man schon im April auf die Gurkenbeete pflanzen. Mit diesen Gemüsearten wird das Gurkenbeet besser ausgenutzt. Außerdem geben sie den Gurken in der ersten Zeit etwas Windschutz.

Als bester Schutz in windigen Lagen hat sich für Gurken der Mais erwiesen. Ob man den gewöhnlichen Körnermais oder den als Gemüse verwertbaren Zuckermais verwendet, spielt keine Rolle. Der Mais wird nicht auf dem Gurkenbeet angebaut, sondern auf dem westlich danebenliegendem. In der Regel genügt ein 2 reihiger Streifen. Die Aussaat fällt mit dem Säen bzw. Pflanzen der Gurken zusammen. Die beiden Reihen erhalten einen Abstand von 50 cm. Auf der Reihe werden 4 Maiskörner horstweise zusammen gelegt. Die Entfernung von Hostmitte zu Horstmitte sollte 35 bis 40 cm bertagen, damit ein guter Winschutz entsteht.

Der Anfang April ausgepflanzte Blumenkohl muß Anfang Mai eine starke Nährstoffzugabe und anschließend viel Wasser erhalten. Jetzt ist nämlich die Zeit gekommen, in der der Blumenkohl nicht ins Stocken geraten darf, wenn er große Blumen entwickeln soll. Zum Düngen eignet sich ein stickstoffreicher Volldünger am besten. Nach dem Düngen darf die Erde nicht mehr richtig trocken werden.

Von Buschbohnen erzielt man nur auf warmen, leichten und humusreichen Böden frühe Ernte. Obwohl sie auch eine halbschattige Lage vertragen, entwickeln sie sich in einer vollsonnigen besser und schneller.

Zuckermais gedeiht nur in vollsonnigen Lagen und in nährstoffreichem Mittelboden zufriedenstellend. Kalte nasse Böden sind für den Zuckermais völlig ungeeignet. Zuckermais ist frostempfindlich und darf nicht vor dem 20. Mai ausgepflanzt werden. Er eignet sich sehr gut als Schutz für windempfindliche Gemüsearten.

Tomaten verlangen eine freie vollsonnige Lage und warmen humusreichen Mittelboden. Im Gegensatz zu den anderen Gemüsearten kann man Tomaten mehrere Jahre an der selben Stelle anbauen, ohne das Bodenmüdigkeit eintritt.

Von Tomaten erzielt man die frühsten Ernten, wenn man sie an eine Südwand pflanzen kann. Zum erfolgreichen Tomatenanbau gehören gut abgehärtete Pflanzen mit festem Topfballen.

Auch bei günstigem Wetterverlauf sollte man die Tomaten nicht vor dem 20. Mai pflanzen. Sie überwinden Wachstumsstockungen nur sehr langsam.

Damit die Topfballen nicht beschädigt werden, muß man die Pfähle für die Tomaten schon vor dem Pflanzen setzen.

Das Ausgeizen der Tomatenpflanzen ist meist schon beim Pflanzen oder kurze Zeit danach nötig. Unter Ausgeizen versteht man das Enfernen der Seitentriebe. Es muß schon durchgeführt werden, sobald diese greifbar sind. Größere schwächen den Haupttrieb ganz erheblich.

Der Gemüsepaprika verlangt einen tief bearbeiteten, warmen Humusboden und eine vollsonnige Lage. Wer vom Gemüsepaprika reiche Ernten erzielen will, muß sich kräftige, abgehärtetePflanzen mit Topfballen besorgen.

Dem Gemüsepaprika muß man einen Pflanzabstand von 40 cm x 40 cm geben, wenn er sich optimal entwickeln soll.

Melonen sollte man nur mit Topfballen versehen pflanzen und nicht vor dem 20. Mai. Je Normalbeet wird nur eine Reihe gepflanzt, auf der Reihe mit 50 cm Abstand. Schon zum Angießen der Melonen nach dem Pflanzen muß man mit vorgewärmten Wasser arbeiten. Kaltes Wasser kühlt nicht nur den Boden ab, sondern schadet auch den Melonenwurzeln. Beim Angießen ist darauf zu achten, das die Blätter trocken bleiben. Am sichersten ist die Melonenkultur in einem Frühbeet oder Gewächshaus.

Mit den Anhäufeln des im April gepflanzten Blumenkohls wird das Düngen verbunden. In den ersten Maitagen ist der Zeitpunkt zum Anhäufeln des flach gepflanzten Blumenkohls gekommen. Er kann dann vom Wind nicht so leicht umgedrückt werden. Wer den Volldünger trocken streuen will, kann ihn vor dem Anhäufeln zwischen die Reihen geben.

Zur Juli - Augusternte von Blumenkohl braucht man ab Mitte Mai pikierte Pflanzen.

Bei dem im Frühbeet ausgepflanzten Kohlrabi darf man das Lüften, Gießen und Düngen nicht vernachlässigen.

Frühkohlrabi im Freiland braucht im Mai zur schnellen Entwicklung viel Wasser.

Folgesaaten von Radieschen werden im Laufe des Mai vorgenommen. Nur durch fleißiges Gießen erzielt man zarte Knollen.

Wer späte Möhrensorten ernten will, muß sie schon in den ersten Maitagen aussäen.

Für den Herbst - und Frühwinterverbrauch kann man Frühkohlsorten noch Ende Mai auf ein Freilandsaatbeet aussäen.

Als Nachfrucht zu Kulturen, die bis Ende Juni abgeerntet sind, kann man im Mai Kohlrüben, Grünkohl, Porree und auch noch Rosenkohl aussäen.

Der Frühbeetsalat wird im Mai erntefähig. In diesem Stadium darf man ihn vor allem nicht bei Sonnenschein gießen, sonst entstehen leichte Blattrandschäden. Auch abends sollte man nicht die Brause nehmen, sondern mit dem Rohr zwischen den Reihen gießen.

Im Laufe des Mai pflanzt man vom Kopfsalat nur hitzebeständige Sommersorten.

Der im April gepflanzte Kopfsalat wird Anfang Mai noch einmal gehackt.

Wenn die zweite Maihälfte recht heiß ist, kann es beim Kopfsalat schnell zu Schosserbildung kommen. Dagegen helfen nur reichliche Wassergaben.

Rhabarber verlangt auch im Mai eine starke Düngung und viel Wasser. Die Blattstiele des Rhabarbers werden an ihrer Basis ausgebrochen und nicht abgeschnitten.

Zu dicht aufgegangene Schwarzwurzeln muß man so früh wie möglich verziehen, weil sonst die Wurzeln zu schwach bleiben. Das Verziehen wird darum schon vorgenommen, wenn die Pflanzen gut und sicher zu fassen sind. Nach dem Verziehen müssen die Pflanzabstände auf der Reihe 3 cm bis 5 cm betragen.

Bei Schwarzwurzeln ist Bodendeckung sehr zu empfehlen. Man wartet damit, bis die Pflanzen etwa 6 cm bis 8 cm hoch sind. Da Schwarzwurzeln einen gleichmäßig feucht bleibenden Boden besonders lieben, macht sich die Bodendeckung sehr gut bezahlt. Schwarzwurzeln werden im Mai mindestens zweimal gedüngt.

Zwiebelbeete müssen immer unkrautfrei gehalten werden.

Recht dicke Stangen erzielt man, wenn der Porree schon in der zweiten Maihälfte, also als Hauptfrucht, angebaut wird. Der Reihenabstand muß 30 cm betragen. Je Normalbeet ( 1,20 m ) pflanzt man nur 4 Reihen. Auf der Reihe genügt ein Abstand von 15 cm. Nur der in der Erde steckende Teil der Porreepflanze ist als Gemüse wertvoll. Darum ist recht tiefes Pflanzen von großem Vorteil. Tiefes Pflanzen ist einfacher als späteres Anhäufeln.

Wenn Rosenkohl als Hauptfrucht oder Schutzpflanzung für Gurken angebaut wird, ist Mitte Mai die beste Pflanzzeit. So früh gepflanzt, verlangt der Rosenkohl Pflanzweiten von 60 cm x 60 cm, weil er sich bei guter Kultur sehr üppig entwickelt. Als Schutzpflanzung für Gurken genügen Pflanzabstände von 50 cm, weil an beiden Seiten des Gurkenbeetes nur je eine Reihen gepflanzt wird.

Wenn der Mai recht heiß und trocken ist, sind alle Kohlgewächse und auch Radieschen sowie Rettiche durch Erdflöhe gefährdet.

Alle ohne äußerlich erkennbaren Grund welkenden Gemüsepflanzen sind sofort zu untersuchen, um die Ursache festzustellen. Wer unter Drahtwürmern zu leiden hat, sollte das ganz besonders beherzigen. Die welken Pflanzen muß man mit den Wurzeln und der sie umgebenden Erde vorsichtig herausnehmen. Nur auf diese Weise erwischt man auch den oder die Urheber. Außer den Drahtwürmern kann es sich auch um Erdraupen handeln, die sich am Tage dicht unter der Erdoberfläche aufhalten.

An neugepflanzten Obstgehölzen läßt man im ersten Jahr keine Früchte zur Entwicklung kommen. Sie würden das Wachstum schwächen. Darum entfernt man am besten alle sich zeigenden Blüten.

Das Einwachsen und Austreiben der im Frühjahr gepflanzten Obstgehölze wird durch Gießen wesentlich gefördert. Feuchtigkeit ist vor allem in einem trockenen Mai sehr wichtig. An heißen, trockenen Tagen sollte man auch den Stamm und die Triebe mehrmals bespritzen.

Bei Trockenheit im Mai kann man an tragenden Obstgehölzen das spätere übermäßige Abfallen der Früchte durch Bewässern verhindern. Das Wasser muß aber in den Bereich der Saugwurzeln gelangen. Also im Kronentraufenbereich und darüber hinaus wässern.

Bis nach Mitte Mai muß man immer mit Spätfrösten rechnen, die bei spätblühenden Obstgehölzen die Ernte vernichten kann. Darum sind Wetterberichte täglich zu verfolgen. Frostschutzmaterial ist immer bereitzuhalten.

Im Laufe des Mai ist an allen Obstbäumen zu prüfen, ob man beim Winterschnitt keine abgestorbenen Äste und Zweige übersehen hat. Da sie meist Träger von Krankheitserregern sind, darf auch nicht die kleinste trockene Zweigspitze stehenbleiben.

Neben den Larven der Pflaumensägewespe beginnen im Mai auch die des Pflaumenbohrers ihr Zerstörungswerk. Bei der ersten handelt es sich um eine etwa 0,5 cm lange fliegenähnliche Wespe. Sie fliegt zur Zeit der Blüte und legt ihre Eier an die Kelchzipfel ab. Die Larven zerstören den Fruchtboden und wandern dann zu anderen Früchten. Ähnlich schadet auch der Pflaumenbohrer.

Die Früchte der Pflaumen sind auch durch den Pflaumenwickler gefährdet. Bei diesem Schädling handelt es sich um einen mottenähnlichen Schmetterling von etwa 1,5 cm Spannweite. Er legt seine Eier an die jungen Früchte. Die daraus hervorgehenden Larven dringen in die Früchte ein und bringen sie durch ihren Fraß zum Abfallen.

Sobald Ende Mai eine Trockenperiode einsetzt, besteht die Gefahr, das die Spinnmilbe ( Rote Spinne ) auftritt. In erster Linie sind es die Pflaumenbäume, die von ihr befallen werden. Die Spinnmilben gehen auch schnell auf Gurken und Bohnen über und richten dort großen Schaden an, der zum Totalverlust führen kann.

Das Kräuseln der Pfirsichblätter kann auch durch den Befall von Blattläusen hervorgerufen werden.

Durch den Birnengitterrost werden die Blätter der Birnbäume bei starken Befall so geschädigt, das die Assimilation beeinträchtigt wird. Die Oberseiten der Blätter sind bei Befall mit orangefarbenen Flecken bedeckt, die einen Durchmesser von einigen Millimetern haben. Als Zwischenwirt des Krankheitserregers gilt der Sadebaum ( Junipera Sabina / Stink - Wacholder, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Wacholder ). In der Nähe des Obstgartens sollte er nicht geduldet werden.

Beim Wein treten zwei Mehltauarten auf, die die ganze Ernte in Frage stellen können. Dabei handelt es sich um den echten ( Odium tuckeri ) und den falschen ( Peronospera viticola ) Mehltau. Der echte verursacht auf den Blättern einen schimmelartigen Überzug, der auch auf die Beeren übergreift, die nach Befall aufreißen. Der falsche Mehltau macht sich anfangs durch schimmelige Stellen an der Unterseite der Blätter bemerkbar. Die Oberseiten bekommen gelbliche Flecken. Im späteren Verlauf fallen die Blätter ab. Die befallenen Beeren verfärben sich und schrumpfen.

Die Früchte der Erdbeeren werden durch Regen stark beschmutz und faulen sehr leicht. Das kann man durch Unterlegen geeigneten Materials verhindern. Geschnittenes Stroh und Hächsel eignen sich am besten. An zweiter Stelle steht der Torf. Diese Mittel schützen die Früchte der Erdbeeren auch gegen das Anfressen durch Schnecken und Tausendfüße, weil sie nach Regen schnell wieder abtrocknen.

Erdbeerstützen machen sich nur dort bezahlt, wo es sich um kleine Flächen handelt oder wenn man die Stützen selbst herstellt.

Wer zum Bodenbedecken zwischen Erdbeeren Laub verwendet, muß mit Fruchtfäule rechnen.

Von den bei Himbeeren am Boden austreibenden neuen Ruten läßt man je Pflanze nur die 4 bis 6 stärksten zur Entwicklung kommen. Das hat den Vorteil, das sie sich recht kräftig entwickeln und im nächsten Jahr eine gute Ernte versprechen.

Home
Gartentagebuch
Gartentipps